Ute Wassermann
Komposition/Stimme & Vogelstimmenpfeifen/Resonanzobjekte

Ute Wassermann ist als Vokalkünstlerin, Komponistin und Klangkünstlerin für ihre vielstimmige Klangsprache bekannt, die sie in verschiedene Zusammenhänge der experimentellen und Neuen Musik einbringt. Ihr Gesang entfernt sich von dem üblichen akustischen Klangbild der menschlichen Stimme und löst Assoziationen z.B. von Klängen von Vögeln, Maschinen, Elektronik aus. Zusätzlich “maskiert” sie ihre Stimme mit Vogelstimmen- und Gaumenpfeifen, singt durch Resonanz- und Lautsprecherobjekte und entwirft Klanginstal-lationen. Ein besonderes Interesse gilt der Stückentwicklung im Grenzbereich von Komposition, Improvisation und Performance Art. Sie hat ein Studium der Bildenden Kunst (Klanginstallationen / Performance) an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg bei u.a. Henning Christiansen und Allan Kaprow abgeschlossen und mit einem DAAD Stipendium an der University of California, San Diego Bildende Kunst / Musik / Gesang studiert. Unter anderem war sie 2015 Stipendiatin an der Civitella Ranieri in Italien. Als Improvisatorin tritt sie regelmäßig mit Musikern der internationalen Szene wie mit Aleks Kolkowski, Birgit Ulher, Els Vandeweyer, Charlotte Hug, Richard Barrett, John Russel und vielen anderen in festen Gruppen speak easy (mit Phil Minton, Thomas Lehn, Martin Blume), parak.eets, AnimalNacht, sowie in größeren Formationen wie fOrch oder e.c.i.o. Als Stimmsolistin im Bereich der Neuen Musik und experimentellen Musik  ist Ute Wassermann auf Festivals und Bühnen in Europa, Australien, Asien, USA und in Museen, Kunsthallen, Clubs vertreten.

 
Solo Strange song 1 für Stimme und Vogelpfeifen (Michael Vorfeld, Licht)

Another Lightbulb Song (Michael Vorfeld, Licht)

voiceXtensions (Michael Vorfeld, Licht)

 

Ute on the Marshes (Helen Petts, Video)

 

soledades (Carlos Sandoval, Video)


Artikel in The Wire

Bilder
Fotogalerie / Facebook


Foto: Carola Hölting



Ana Maria Rodriguez
Komposition/Elektronik

Geschichts-, Philosophie,- Klavier- und Kompositionsstudium; später elektronische Musik und algorithmische Komposition. Viele ihrer Kompositionen beziehen den Raum als Parameter ein und / oder bieten den Musikern einen hohen Grad an Interpretationsmög-lichkeiten. Kompositorische Ideen, ausformulierte Partituren verbindet sie häufig mit installativen Präsentationsformen. Die Live-Elekronik ihrer Werke gestaltet sie im allgemeinen selbst – gemeinsam mit den Musikern auf der Bühne. Die oft ungewöhnlichen Lautsprecherdispositionen zeugen von einer künstlerischen Kreativität, die sich nicht mit Standartlösungen der Industrie und der Aufführungspraxis zufrieden gibt. Thematisch hat sich Ana Maria Rodriguez immer wieder mit der in das technologische Umfeld eingebundenen Beziehung zwischen Komponist und Interpret befasst, was neue Formen der Interaktion und der Notation von Musik beinhaltet. Ihre letzten Arbeiten kreisen um einen neuen Schwerpunkt, der mit der Relation aus Poesie und Technologie beschrieben werden kann. Zahlreiche Veröffentlichungen und Seminare zum Thema »Musik und Technologie«. Aufführungen zu den wesentlichen Festivals Europas und Südamerikas.

Video

Chromorelax, 2011: zusammen mit Michael Vorfeld (light) und Lucio Capece (bassclarinet), live @ LaborGras Berlin, 11.11.11

Chromorelax at LaborGras from KNM Berlin on Vimeo.

Distancia(s) IIIb, 2011: Kirstin Maria Pientka • viola, live @ Literaturhaus Berlin, 07.12.11

Ana Maria Rodriguez_Distancia(s) IIIb from KNM Berlin on Vimeo.

Distancia(s) III, 2011: Arnulf Ballhorn • doublebass, live @ Ballettschule Sabine Roth Berlin, 04.11.11

Ana Maria Rodriguez_Distancia(s) III from KNM Berlin on Vimeo.

code • switching, 2004: Ana Maria Rodriguez • composition, Melita Dahl • video, Ute Wassermann • voice, live @ Hamburger Bahnhof in the frame of MaerzMusik festival 2004

Ana Maria Rodriguez Code Switching from KNM Berlin on Vimeo.

Capitan Luiso Ferrauto, 2013
after a short story by Juan Rodolfo Wilcock
for three musicians, dancer, performer, video and live-electronics
dance • Annapaoloa Leso, performance/texts • Andreas Liebmann, video/concept • Ladys González, music/concept • Ana Maria Rodriguez, musicians • Ensemble KNM Berlin

Ana Maria Rodriguez / Ladys González: Capitán Luiso Ferrauto from KNM Berlin on Vimeo.



Andrea Neumann
Komposition/Innenklavier/Klavier

1968 geb. in Freiburg/Brsg. klassisches Klavierstudium an der Hochschule der Künste Berlin. Lebt und arbeitet als Musikerin und Komponistin in den Bereichen Neuer Musik und Experimenteller Musik in Berlin. Seit 2000 Mitorganisatorin der Reihe „Labor Sonor“ für Experimentelle Musik, Film und Performance. Beim Erforschen des Klaviers nach neuen Klangmöglichkeiten, Reduzierung des Instruments auf die Saiten, den Resonanzboden und den gusseisernen Rahmen. Auf diesem demontierten, mit Hilfe von Elektronik verstärkten und verfremdeten Klavierrest Entwicklung von zahlreichen eigenen Spieltechniken, Klängen und Präparationen. Aus Gewichtsgründen wurde 2000 ein leichteres Spezialinstrument nach den Maßen des Originals angefertigt (Klavierbauer Bernd Bittmann, Berlin). Intensive Zusammenarbeit im Grenzbereich von Komposition und Improvisation, elektronischer und manuell erzeugter Musik mit MusikerInnen wie Sophie Agnel, Burkhard Beins, Axel Dörner, Sabine Ercklentz, Robin Hayward, Bonnie Jones, Annette Krebs, Ana M. Rodriguez und Ignaz Schick. Sie ist Mitherausgeberin (zusammen mit Burkhard Beins, Christian Kesten, Gisela Nauck) von ›echtzeitmusik berlin, selbstbestimmung einer szene‹ 2011, publiziert beim wolke-verlag.

Kompositionsaufträge u.a. vom Deutschlandfunk, von den Wittener Tagen für Neue Kammermusik, MDR Leipzig, EMS Stockholm, Nyy Musikk Oslo. Konzert- und Festivalauftritte in Europa, den USA, Kanada, Mexiko, Argentinien, Russland, Australien, Taiwan und Japan.

2008 Stipendiatin in der Villa Aurora in Los Angeles 2008 Auszeichnung des Prix Ars Elektronika für die Video-Performance „Videobrücke Berlin – Stockholm (5 Punkt 1) in Zusammenarbeit mit Sabine Ercklentz

Solo Konzert für Klavier und Innenklavier mit Stücken von G. Brecht, H. Frasch, A. Neumann, P. Niblock, C. Szlavnics

Solo Letraton Nr. 9

Solo Erosion

n.d. for 30 pianos



Sabine Ercklentz
Komposition/Trompete/Elektronik

studierte zunächst Jura an der FU Berlin, später dann Trompete/Poluparmusik an der Hochschule für Musik Hanns-Eisler. Sie lebt und arbeitet als Komponistin, Musikerin und Performerin in Berlin. Ihre Arbeiten bewegen sich häufig in musikalischen Grenzbereichen und über feste Genregrenzen hinweg. Oft arbeitet sie in Kollaboration mit anderen Künstler_innen. Konzert- und Festivalauftritte u.a. bei/im FIMAV Victoriaville (Kanada), Red Cat, Los Angeles, (USA), CalArts (USA), Rencontres chorégraphiques, Paris, (Frankreich), Moderna Museet, Stockholn (Schweden),Taktlos, Zürich (Schweiz), City of Women Lubiljana (Slowenien), Wittener Tagen für Neue Kammermusik, Donaueschinger Musiktagen, Forum Neue Musik, Jazzfestival Moers, Jazztage Leverkusen, Jazzfestival Leipzig, Wie es Ihr gefällt, ZKM Karlsruhe

L.A.lienation, 2008 video
(ercklentz neumann togehter with Anja Weber)

Ercklentz Neuman, live Berlin 2013

Steller’s Sea Cow Sonata for Solo Performer and endangered Media
(Ausschnitt aus dem Radio Feature ABCDarium Bestiarium von Antonia Baehr zusammen mit Sabine Ercklentz, 2015)

ein_aus_aus_ein (2010, Excerpt Zuspiel)
für 4 Performer, Atmung, Mimik und Zuspielband

ja_ja_nein_nein (2010)

Videobrücke Berlin – Stockholm (5 punkt 1)
Performance von ercklentz neumann bei Art’s Birthday 2008 im Moderna Museet, Stockholm

 



Ab strakt Brü chig bunt Cha o tisch De tail liert durch dacht Ex pres siv e lek tro nisch Fan tas tisch Gründ lich glück lich Hef tig Ir ra tio nal Jo vial, Kon se quent Ly risch Mi kros ko pisch Neu gierig Om ni po tent Pe dan tisch Qua dro pho nisch Rauh ri skant Still Trans pa rent Un über hör bar Viel schichtig Wider sprüch lich Xx xY Zak kig

„Sie können unsere Musik ruhig ‚weiblich‘ nennen, wenn es Sie erschüttert es nicht zu tun.″

Composer/Performer Ensemble

Les Femmes Savantes  LFS sind ein „Composer Performer Ensemble¨ das 2005 ursprünglich von fünf in Berlin wohnenden Künstlerinnen gegründet wurde. Jede der interdisziplinär arbeitenden Composer-Performer aus Deutschland und Argentinien hat in einem Spektrum aus Neue Musik / Jazz / Elektronik / Improvisation / Klangkunst und Performance ihre eigene künstlerische Sprache entwickelt. Die Kompositionen werden in enger Zusammenarbeit erstellt und aufgeführt. Jede der Beteiligten ist in wechselnder Rolle Komponistin, Kollaborateurin, Interpretin mit eigener Klangsprache, Kritikerin, Regisseurin. Es entstehen Kompositionen / Performances / Installationen mit sowohl singulären als auch kollektiven Autorinnenschaften. Durch die jahrelange Zusammenarbeit hat das Ensemble eine klangliche Identität entwickelt, die mehr ist als die bloße Summe der individuellen ästhetischen Sprachen. Der Umgang mit Technologien ist dabei ausgesprochen pragmatisch und dient dazu, persönliche Klangideale zu verwirklichen. Jede der Künstlerinnen hat ihre eigene Position im Spektrum von „low level“ und „high level technology“. In den Arbeiten werden eine Vielzahl von Medien einbezogen. Der eigene Körper wird zum Instrument, der öffentliche Raum zur Bühne, der Computer greift komponierend ins Geschehen ein, Videos werden zu mitspielenden Partnern. Dieser interdisziplinäre Ansatz fügt Klängen eine visuelle Ebene hinzu und schafft intermediale Szenerien, die überraschende Geschichten, abstrakt und sinnlich zugleich, erzählen.

Sabine Ercklentz – Komposition, Trompete, Elektronik

Andrea Neumann – Komposition,  Innenklavier, Mischpult
Ana Maria Rodriguez – Komposition, Elektronik
Ute Wassermann – Komposition, Stimme, Vogelstimmenpfeifen, Elektronik

Andere über uns
„Was Sabine Ercklentz, Andrea Neumann, Ana Maria Rodriguez und Hanna Hartman sowie Ute Wassermann in wechselnden Formationen präsentierten, entspricht der synästhetischen Vielfalt, die heute Komponieren im weitesten Sinne beschreibt: Klangkunst, Stimmvirtuosität, Spielaktion, visuelle Ausdrucksmittel und Raumdramaturgie fließen zusammen.“ (Gerhard Rohde, FAZ)

Über die CD
„Die acht kurzen Kompositionen dieser Edition (die meisten von ihnen 2011 aufgenommen) sind makellos produziert. Die Gruppe zeigt sich in ihrer Bandbreite vom Quintett bis zum Solo und demonstriert die gemeinsame Teilhabe an einer faszinierenden Art des Musikmachens im Stile eines Künstlerinnenkollektivs. Der Hörer fühlt Sich mitten in das Herz der dynamischen Raumaufteilung versetzt und befindet sich sehr nah zu den Instrumenten: Es wimmelt und kribbelt von Details, vitalen Kombinationen, Klangfarben, Texturen und einem ebenso expliziten Rhythmus. Wie hier Sabine Ercklentz, (Trompete), Hanna Hartman (verstärkte Objekte) Andrea Neumann (Inside Piano, Mixer), Ute Wassermann (Stimme) und Ana Maria Rodriguez (Elektronik) kreischend, zerissen und porös die Welt bearbeiten, gibt Anlass zum Schwärmen.“
(Guillaume Tarche,http://grisli.canalblog.com/)